Autor: Gustav the Basset

Meine Neujahrsvorsätze und was ich ab sofort gar nicht mehr machen möchte

Tierische Vorsätze

Enthält Produktempfehlungen

Eigentlich finde ich Neujahrsvorsätze total doof. Als Hund lebe ich ja sowieso viel mehr im Hier und Jetzt. Da allerdings 2021 für meine Hundemama und mich so einiges schiefgelaufen ist, dachte ich, ich probiere das mal. Vielleicht ist es gut sich Dinge vorzunehmen, um einige von ihnen umzusetzen und andere spätestens Anfang Februar getrost wieder vergessen zu können. Mehr Sport machen wäre so einer. Lach. Dass das meistens in die Hose geht, weiß sogar ich. Also lass ich das gleich ganz von meiner Liste. Dafür heißt es aber für folgende fünf Dinge Moinsen 2022:

1. Mehr Nein sagen, um endlich Zeit für wenige, aber dafür richtig coole Jas zu haben. 

Die Erkenntnis, dass nicht alle Menschen einem wohlgesonnen sind, mussten meine Hundemama und ich in den letzten Monaten immer wieder erfahren. Vielleicht liegt es an Corona, wahrscheinlich aber eher nicht. Manche Menschen sind einfach so.

Ich mein, meiner Spürnase entgeht zwar selten, wer doof ist, aber meine Mama wollte bisher nicht so recht daran glauben. Meine alte Hundeseele ist da nicht mehr so naiv. Im Gegensatz zu ihr weiß ich einfach, wenn etwas zum Himmel stinkt, und würde es eigentlich gekonnt umgehen. Sie hingegen ist oft blauäugig oder vielmehr zu gutgläubig,  und hat dazu noch die Angewohnheit, es vielen Leuten einfach recht machen zu wollen. Viele dieser Leute kennt sie dabei kaum und gibt sich trotzdem immer Mühe. Gedankt wurde es uns eigentlich nie, was Mama oft richtig traurig macht. Ich bin da viel gelassener, aber als Team hält man eben zusammen und unterstützt sich gegenseitig. Daher werde ich die Zügel diesbezüglich mehr in die Pfoten nehmen. Durch meine Neins soll Mama wieder mehr Zeit für die ganzen coolen Jas haben. Für die war nämlich bisher kaum Zeit. Ist ja auch völlig logisch, nicht wahr? Es ist also wichtig, in vielen Dingen ein bisschen selektiver zu sein und das werden wir in Zukunft auch. Yeah!

2. Endlich meinen YouTube-Kanal zu starten

YouTube steht tatsächlich schon sehr lange auf Mamas und meiner Wunschliste. Aber nie war Zeit dafür. Das lag zum einen an den vielen doofen Menschen, aber auch an uns beiden. Wir haben nämlich immer den Wunsch alles pawfect zu machen. Das dies totaler Blödsinn ist, wissen wir, aber man kann ja auch nicht ganz so einfach raus aus seiner Haut. Daher wird sich das nun auch ändern. Das neue Motto lautet einfach machen, als ewig dranrumdoktern.

Im Grunde steht auch schon alles für den Kanal. Gestern sind wir gemeinsam die ersten Video-Ideen durchgegangen und werden bestimmt die Tage auch mit den Aufnahmen starten. Wohoo, darauf freue ich mich schon sehr, denn die Kameras und ich sind sehr gute Freunde.

Gustav the Basset aus Hamburg

3. Die Wiedereinführung des Beauty-Samstages

Was, den kennst Du nicht. Dann halte Dich fest. Der Beauty-Samstag ist eines der liebsten Rituale aus Mamas Studentenzeit. Jeden Samstag hat sie Dinge gemacht, die ihr einfach guttaten, und zwar ganz bewusst. Dabei ging es nicht nur um Haarkuren, Gesichtsmasken oder ähnliches, sondern vielmehr auch um innere Balance. Mit Freunden treffen zum Beispiel, was leckeres Kochen, ein Buch lesen usw. Eben alles, was einen schönmacht. In den letzten Monaten haben wir das sehr schleifen lassen. Es stand einfach zu viel anderes auf dem Zettel (da haben wir wieder diese vielen Idioten um uns herum).

Das soll sich nun aber wieder ändern, denn es ist so wichtig, sich Zeit für so was zu nehmen. Mama hat auf jeden Fall schon ihre Liste mit Beautyprodukten geordert. Glaubt mir, diese Liste ist lang. Lach! Aber gut, das Jahr fängt ja just erst an und wahrscheinlich möchte sie einfach gerüstet sein. Seitdem ich da bin, achtet sie ganz besonders darauf, dass ihre Kosmetika tierversuchsfrei sind. Da musste sie doch nochmal ordentlich anpassen, denn man weiß ja oft gar nicht, welche Unternehmen immer noch an uns Süßen herumtesten. Traurig eigentlich, es sollte viel mehr darüber gesprochen werden. Ich bin mir nämlich sicher, keine Hundemama würde irgendwas von den Produkten benutzen, wenn sie wüsste, dass Fellnasen dafür leiden mussten. Mit Pixi Beauty ist sie aber nun endlich richtig happy und hat von der Gesichtsmaske bis zum Lippenstift alles in einer Marke gefunden. Ich versteh davon zwar nicht viel, weiß aber mittlerweile, wie wichtig so ein bisschen Rouge für Mama sein kann, wenn wir morgens das Haus verlassen. Ich brauch ihr da auch nicht mit inneren Werten kommen. Sie möchte einfach bisschen frisch aussehen. Ok, soll sie machen. Ich lasse ihr gern, ihr kleines Glück.

4. Ich möchte für etwas stehen und etwas von dem Glück, das ich habe, zurückgeben.

Jetzt ist es raus. Das liegt mir nämlich eigentlich auch schon sehr lange am Herzen. Ich bin nämlich so erzogen worden, dass es wichtig ist, Gutes auch immer wieder mit anderen zu teilen. Ich habe daher schon im vergangenen Jahr begonnen mit verschiedenen Organisationen zu sprechen, um sie ehrenamtlich zu unterstützen. Leider hat das bisher nicht geklappt, weil keine der Stiftungen verstehen wollte, was und wie ich sie als Basset unterstützen könnte. Daher werde ich diese mir so wichtige Sache im neuen Jahr anders angehen. Meine Hundemama und ich haben uns extra zusammengesetzt und genau überlegt, was uns wichtig ist. Herausgekommen sind diese drei Dinge:

Ohne Mutter Natur geht es nicht.

Wer weiß das besser als wir Fellnasen?! Auch unsere Hundeeltern lernen spätestens durch uns, wie wichtig Wald und Wiesen sind. Und zwar ganz einfach dadurch, dass sie täglich mit uns rausgehen müssen. Schließlich macht Gassigehen deutlich weniger Spaß, wenn es kaum noch Bäume geben würde. Klingt logisch, oder?

(Vor)lesen ist wie TikTok, nur Cooler

Was viele von Euch nicht wissen ist, dass Bücher ein ganz wichtiger Teil für meine Hundemama sind. Sie hat schon als Kind viel gelesen und ihrem ersten Hund zum Üben laut vorgelesen. Ich darf nun die Früchte ernten und bekomme in perfekter Märchentante-Stimme ebenfalls vorgetragen. Sie verstellt sogar richtig die Stimme dabei, dass jedes Vorlesen auch immer ein kleiner Ausflug in andere Welten ist. Einfach herrlich und dafür muss ich nicht mal die Couch verlassen.

In guten wie in schlechten Zeiten

Das Leben ist manchmal eine totale Achterbahnfahrt mit Höhen, Tiefen, Hindernissen, Bauchkribbeln, Freude, Angst und absoluter Panik. Besonders in den Zeiten, wo es mal nicht so gut läuft, ist es daher umso wichtiger, einen Pawtner an seiner Seite zu wissen. Für viele sind wir Fellnasen das. Wir sind die Konstante und Vertrauter zugleich. Ich weiß, dass die meisten von Euch, sich eher ein Bein ausreißen würden, als uns unglücklich zu sehen. Umgekehrt ist es übrigens genauso. Wir glauben daher, dass es wichtig ist, besonders die zu unterstützen, die gerade schlechtere Zeiten haben und die Gefahr besteht, dass Mensch und Tier getrennt werden könnten. Das kann ganz unterschiedliche Gründe haben. Corona zum Beispiel, Verlust der Arbeit, eine kleinere Wohnung und vieles mehr. Also alles Dinge, die einfach wirklich passieren können. So eine Trennung zu verhindern, finden wir enorm wichtig. Schließlich wissen wir beide, wie stark so eine Hund-Mensch-Bindung ist.

Wie genau ich helfen werde, steht noch nicht fest. Ich bin aber dabei mir etwas Schönes zu überlegen und werde die Themen auch immer wieder hier aufgreifen.

5. Nach Hause kommen

Wer mich über Instagram kennt, weiß, dass Mama und ich auf Wohnungssuche sind. Das gestaltet sich weiterhin schwierig. Daher ist unser größter Wunsch für das neue Jahr ein Final Home. Eines in dem wir es uns richtig gemütlich machen können und wir uns pudelwohl fühlen. Ich hätte gerne einen Garten und Mama große Flügeltüren und Stuck an den Decken. Ach ja, und eine große Küche wäre toll. Wir kochen doch immer gemeinsam zusammen. Das heißt, Mama kocht und ich probiere. Gestern hat sie zum Beispiel was mit Äpfeln, Bananen und Kokosflocken gezaubert. Alles einfach ab in unsere superstylische Rührschüssel von Brabantia und dann Zauber Zauber Fidibus, dreimal schwarzer Kater und fertig waren kleine Gusti-Schmeckos. Was sie wohl erst zaubert, wenn wir umgezogen sind? Yummy! Leider hat uns das Universum bisher noch kein Zuhause geschickt, aber neues Jahr neues Glück. Drück uns daher unbedingt die Daumen.

Ich wünsche mir auf jeden Fall, dass es ein schönes neues Jahr wird, und zwar für jeden von Euch. Rutscht, schlittert, wackelt oder feiert gut rein und vergesst nicht, es Euch richtig gutgehen zu lassen. Das ist nämlich wichtiger als mancher denken mag.

Ahoi

Gustav