Autor: Meine Hundemama

Über die Podcastfolge mit Hunde-Ersthelfer Karsten Höhne

Wisst ihr, das Schöne an dem Podcast von meinem Hund Gustav sind die vielen unterschiedlichen Menschen, die wir darüber kennenlernen dürfen.  Gerade die letzten Monate waren ja eher dadurch geprägt allein in seinem stillen Kämmerchen zu sitzen und abzuwarten, dass der Corona-Pandemie-Alltag endlich ein Ende findet. Die regelmäßigen Aufnahmen per Zoom Call sind daher ein bisschen auch wie der Klönschnack auf der Hundewiese. Man tauscht sich aus, erfährt viel Neues und bekommt spannende Anregungen.

Vor ein paar Tagen habe ich die Folge mit Karsten Höhne zum Thema Erste Hilfe für Hunde aufgenommen. So ein Kurs ist etwas, das ich eigentlich schon längst gemacht haben wollte, aber dann kam immer was dazwischen. Ihr kennt das sicher. Das soll sich jetzt natürlich ändern; zumindest ist das Vorhaben wieder hochaktuell für mich. Ganz besonders weil Gustav so ein großer Tollpatsch ist. Man weiß ja nie.

Neben den vielen Infos drumherum hat Karsten ganz am Ende etwas wahnsinnig Spannendes gesagt. Er sprach von Verantwortung. Einer Verantwortung, die wir Haustierhalter all unseren süßen Fellnasen gegenüber tragen.

Das Wort hallt bis heute noch nach in meinem Kopf. Nicht dass ich nicht verantwortungsvoll wäre, aber die Tragweite sich dessen einmal richtig bewusst zu werden, ist schon immens. Ich trage Verantwortung für ein Lebewesen, das atmet, fühlt, Fehler macht und Freude bringt. Es ist meine Aufgabe, dass es ihm gutgeht und er das beste Hundeleben überhaupt lebt. Das ist der Deal, den ich vor drei Jahren eingegangen bin und nicht einen Tag bereut habe.

Das Gegenstück dazu stand vergangene Woche in einer großen Tageszeitung. Haustiere wären die Verlierer der Pandemie. Die Tierheime werden wieder voller und noch viel schlimmer so mancher Mensch traut sich sogar, seinen Schnuff einfach an der Autobahnraststätte zurückzulassen.

Angebunden, allein, einfach so.

Was diese Tiere fühlen, mag ich mir nicht ausdenken. Wir wissen alle, was für treue Seelchen diese Lieben sind.

Wie verantwortungslos und kaltherzig kann also jemand sein? Ich frage ganz ehrlich, denn jeder der einmal einen Hund in sein Herz gelassen hat, kennt den Bann fürs Leben.

Haben diese Menschen wirklich so wenig Verantwortungsgefühl?

Ja, das haben sie und ich weiß nicht, wie sie sich je wieder im Spiegel anschauen können.

Mir tut es schon immer so leid, wenn ich Gustav aus Versehen aufs Pfötchen trete. Für nichts auf der Welt würde ich ihm wehtun wollen.

Daher ist mir der Erste Hilfe Kurs auch so wichtig, denn es kann immer mal Situationen geben, wo ich schnell handeln muss, um ihm zu helfen. Karsten hat so schön von der Routine gesprochen. Er übt regelmäßig mit seinen beiden Hunden Abby und Emma Verbände anlegen, Fieber messen usw. Das Üben bringt genau die Sicherheit für beide Seiten; also Hund und Mensch. Der Notfall kann also weniger aufgeregt stattfinden, als wenn man gar keine Erfahrung hat. Genau daher ist der Kurs so wichtig, aus meiner Sicht. Ich brauche das Üben im Vorfeld, um im Ernstfall Ruhe zu bewahren und nicht hilflos danebenzustehen.

Karsten ist im „wahren Leben“ Tierheilpraktiker. Die Erste Hilfe Kurse sind nur ein ganz kleiner Teil seines großen Aufgabengebietes. Wir haben in der Folge kaum über seinen „normalen“ Arbeitsalltag gesprochen. Das war auch gar nicht unser Thema. Ich finde es dennoch spannend, dass er den Punkt Verantwortung mit reingebracht hat. In seinem Job ist er gezwungen, verantwortungsvoll zu handeln. Und das sowohl gegenüber seinen tapsigen Patienten als auch deren Menschen dazu. Schließlich erwarten sie Rat, der hilft, damit es am nächsten Tag wieder besser ist. Wir alle kommen mal in schwierige Situationen und brauchen Hilfe. Leute wie Karsten sind daher einfach Gold wert; und wenn es auch nur mal kurz darum geht, sich daran zu erinnern, wie cool man seinen Hundealltag rockt. Denn das bringt die Verantwortung auch mit sich. Das gute Gefühl einen richtig glücklichen Hund zu haben.

Kurz-Infos zu Karstens Erste Hilfe Kurs für Hunde

  • Die Kurse finden in regelmäßigen Abständen digital und analog statt.
  • Die nächsten Termine erfragt ihr am besten unter diesem Link. 
  • In jedem Kurs gibt es zusätzlich ein Handout, dass ihr Euch ausdrucken oder mitnehmen könnt. Dort steht nochmal das Wichtigste zusammengefasst.
  • Ziel seines Erste Hilfe Kurses ist es, dass wir unsere Hunde noch besser kennenlernen, erkennen, was ein Notfall ist und zu wissen, wie wir am besten schnell helfen können.
  • Themen des Erste Hilfe Kurses ist u.a. Verbrennungen, was gehört in den Erste Hilfe Kasten, Wiederbelebung, Verbände anlegen uvm.

Bildquelle: Julia Höhne