Autor: Gustav the Basset

Ok, Freunde. Ich weiß, wir Bassets sind in Deutschland dünn gesät. Das ist so schade, denn wir sind eigentlich echte Herzensbrecher. Ja gut, wir hören nicht immer so ganz genau hin, wenn unsere Eltern, was von uns wollen, aber wer tut das schon? Sturheit wird uns daher hinterhergesagt. Ich sehe das aber völlig anders. Es ist eher das Wissen einer sehr alten Hunderasse gepaart mit einer Prise Neugier. Kurz gesagt: Wir wissen es halt einfach besser, lassen aber jeden immer gern an unserem reichen Erfahrungsschatz teilhaben. Ok, ich glaube, das wird hier grad ein Eigentor. Dabei wollte ich doch Werbung für uns machen. Also alles auf Anfang. Hier kommen fünf Gründe, warum Du den nächsten Basset, den Du triffst, sofort in Dein Herz schließen wirst.

Nie waren Falten sexier

Vergiss die gängigen Schönheitsideale, denn wir Bassets sind der lebende Beweis dafür, dass das sowieso alles Humbug ist. Hängeohren, Hängeaugen, Hängelippen, Hängebauch. Straff sind nun wirklich nicht viele Körperteile an uns. Dazu gesellen sich riesige Pfoten, die direkt in kleine Speckfalten zu den sehr sehr kurzen Beinchen übergehen. Aber all diese vermeintlichen Defizite lassen uns soooo süß aussehen. Glaube mir, Du wirst unbedingt mit uns kuscheln wollen, weil es auch einfach so viel zum Knuddeln gibt

Fußboden wischen war gestern

Ja, wir helfen tatsächlich im Haushalt und zwar völlig freiwillig. Unsere super laaaaangen Schlappohren kehren nämlich täglich den Fußboden. Das tun sie sogar sehr gründlich, denn alles was nicht dorthin gehört, bleibt an unseren Öhrchen hängen. Du kannst es dann von dort (also den Ohren) direkt entsorgen. Ein Swiffer funktioniert übrigens ähnlich, kostet aber deutlich mehr. Du siehst, mit uns erhältst Du also nicht nur wichtige Lebenszeit zurück, sondern kannst auch richtig was sparen. Besser geht’s nun wirklich nicht.

Höher, schneller, weiter

Unsere Physiognomie lässt jetzt nicht vermuten, dass wir echte Sportskanonen sind; aber Pustekuchen. Wer nämlich glaubt, wir Bassets chillen immer zu, hat uns noch nie auf dem Sportplatz alias Wald gesehen. Wir können nämlich ne ganz schön flotte Sohle hinlegen. Begleitet von viel Krach natürlich, denn als Meutehund gehört lautes Bellen beim Spielen mit anderen einfach zum guten Ton. Du weißt also immer, wo wir sind, auch wenn Du uns vielleicht grad nicht siehst, weil wir irgendwo am Schnuppern sind. Unser Fitnessprogramm beinhaltet gern auch mehrere Kilometer. Das stört uns überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil, wir wurden zum Erschnuppern gemacht und das kann man draußen so viel besser als auf dem Sofa. Obwohl das dann nach einem langen Marsch genau das richtige ist, um sich von dem Marathon zu erholen. Beides gehört dann doch wieder zusammen.

Wir sind alte Seelen in jungen Körpern

Hui, jetzt wird’s spirituell, aber schau in meine Augen und Du wirst sehen, was ich meine. Mein Stammbaum reicht einige Jahrhunderte zurück, aber nichts von allem Wissen ist verloren gegangen und in meinen Genen fest verankert. Voll groovy. Das ist übrigens auch der wahre Grund, warum wir alles besser wissen und ständig mit unseren Eltern am Diskutieren sind. Was wissen sie schon? Wer so weise ist wie wir, bekommt am Ende meistens recht. Selbstverständlich drehen wir es immer so, dass unsere Menschen es nicht mitbekommen. Es soll ja schließlich Spaß machen mit uns.

Bildquelle: Jeremy Moeller

Wir verleiten die Leute zu den lustigsten Ratespielen

Oh, wenn Du ein bisschen Zeit mit einem Basset verbringst, wirst Du erleben, wie laut wir die Leute auf der Straße zum Grübeln bringen. Denn die wenigsten haben je einen Basset in natura gesehen und überlegen, was für ein Wesen wir sein könnten: langer Dackel, Riesenbeagle, Melancholie‑Hund, Hund von Columbo, langgezogene Wurst. Ein Basset hört viele Namen, aber unsere wahre Schönheit erkennt man nur, wenn man Zeit mit uns verbringt.